Umwelt

Klinische Umweltmedizin

Die klinische Umweltmedizin befasst sich mit der medizinischen Betreuung von Einzelpersonen mit Gesundheitsbeschwerden, die mit Umweltbelastungen in Verbindung gebracht werden können.

Klinische Umweltmedizin hat die Aufgabe der medizinischen Behandlung von Patienten, deren gesundheitliche Beschwerden oder auffällige Untersuchungsbefunde auf Umweltfaktoren oder -belastungen zurückgeführt werden. Manchmal findet man die Ursachen chronischer Erkrankungen in der Umwelt

Damit erworbenes Wissen und Erfahrungen zu Grundlagen und praktischer Umsetzung der Umweltmedizin hilft nicht nur bei der Behandlung von Menschen, die unter Krankheiten leiden, welche mit Umweltfaktoren in verbindung gebracht werden. Die Umweltmedizin hat auch die Aufgabe, die Basis für eine frühere und wirksamere Primärprävention zu schaffen und damit den Sektor öffentliche Gesundheit und die Politik zu unterstützen.

Was alles zur Umwelt gezählt wird und was nicht, wird von den jeweiligen umweltmedizinischen Richtungen unterschiedlich gesehen. Konsens besteht in der Regel bezüglich folgender Substanzgruppen bzw. Noxen:

  • Chemische Stoffe
    (Asbest/KMF, Schwermetalle, Halbmetalle, Chlororganische Verbindungen, Weichmacher, Luftschadstoffe wie Ozon, NOx, PAN, ferner Pflanzenschutzmittel)
  • Physikalische Einflüsse
    (Lärm, EMF, UV, Infraschall)
  • Biologische Agentien
    Gräser, Pollen, Schimmelpilze, Legionellen, evtl. Zecken als Überträger von Borrelien und FSME

Die Aufgabenfelder der Umweltmedizin kommen in der Definition von D. Eis (1996) zum Ausdruck:

“Umweltmedizin befasst sich als interdisziplinäres Fachgebiet (Querschnittsfach) mit der Erforschung, Erkennung und Prävention umweltbedingter Gesundheitsrisiken und Gesundheitsstörungen sowie ggf. mit der unterstützenden Diagnostik, Therapie und Prophylaxe umweltassoziierter Erkrankungen. Umweltmedizin handelt daher in Theorie und Praxis von den gesundheits- und krankheitsbestimmenden Aspekten der Mensch-Umwelt-Beziehung. Als zentraler Fachgegenstand gelten anthropogene Umweltveränderungen/-belastungen und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Umweltmedizin ist um die Integration herkömmlicher Arbeitsrichtungen (wie Umwelthygiene, -epidemiologie, -toxikologie) bemüht und sie verfügt über Anteile im Bereich der klinischen und der psychosozialen Medizin. Sie steht darüber hinaus in enger Beziehung zu natur-, sozial- und umweltwissenschaftlichen Arbeitsrichtungen. (…) Umweltmedizin befasst sich mit Populationen, Gruppen und Einzelpersonen. Besonderes Augenmerk gilt sog. Risikogruppen.

Arbeitsschwerpunkte der Umweltmedizin betreffen

  • die Expositionsermittlung,
  • die umweltbezogene Wirkungsermittlung und Diagnostik,
  • die Abschätzung umweltbedingter Gesundheitsrisiken,
  • die vergleichende Risikoanalyse und -bewertung sowie die Risikokommunikation,
  • die Betreuung, Beratung und Begutachtung,
  • regulatorische und administrative Aufgaben,
  • die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für eine gesundheitsförderliche Gestaltung unserer Umwelt“

Quelle: Eis, D. (1996): Definition Umweltmedizin. Zit. Nach Wiesmüller et al. 2014. UHA

Durch systematische Entgiftungskuren konnten wir zahlreichen Betroffenen sehr konkret helfen, ihre Beschwerden maßgeblich zu lindern.

Die Therapeutische Apherese  Spherotox|© erwies sich in vielen Fällen  als zielführend und hilfreich.